BAJAN05
Geschichte

Geschichte

Die Entwicklung des Akkordeons bzw. BAJANs und seiner Literatur kann man grob in 4 Stufen einteilen

1.  Verwendung als Tanz- und Volksmusikinstrument
2.  Liebhaber und Akkordeonisten versuchen klassische Formen
3.  Einzelne Solisten erreichen internationales Niveau und erhalten die
    Möglichkeit an Hochschulen tätig zu werden
4.  Komponisten aus dem symphonischen Bereich entdecken neue
    Klangmöglichkeiten

Die erste Stufe der Entwicklung kann als bekannt angesehen werden.

Im frühen 20. Jahrhundert erkannten Musiker in verschiedenenen Ländern, dass man das Akkordeon bzw. BAJAN unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Konzertinstrument entwickeln könnte.

So komponierte z.B. Hugo Herrmann in Trossingen seine historischen 7 Spielmusiken. Seine Idee war die Erschließung klassischer Musikformen für das eigentlich nur als Tanz- und Volksmusikinstrument eingesetzte Akkordeon.

Herrmann sah sich weniger als Komponist denn als Wegbereiter der später auch eingetretenen Entwicklung. Ihm wird der Satz zugeschrieben: Meine Musik wird in 50 Jahren vergessen sein. Er selbst ist es nicht.

Schon in den 30iger Jahren fanden internationale Wettbewerbe statt. Persönlichkeiten wie z.B. Freddy Balta aus Lausanne setzten sich früh für das Spiel mit freiem Manual links ein, wofür sie von den konservativen Akkordeonisten herbe Kritik erhielten.

In der Sowjetunion gab es in den 30iger Jahren die ersten Hochschulinstitute für das Bajan. Allerdings erhielten diese frühen Institute den politischen Auftrag zur Entwicklung der Volks-musik ihrer Länder. Professoren wie Friedrich Lips und Alexander Skljarov interpretierten diesen Auftrag allerdings sehr frei und beteiligten sich an der Entwicklung einer künstlerischen Avantgarde bzw. führten diese an.

In Deutschland wurden in den 70ger erste Professoren für das Konzertakkordeon berufen, darunter als heute sicher als herausragendste Vertreterin Elsbeth Moser.

 

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